In meiner DAX Prognose vom 26.10.2026 geht es vor allem um die Frage, wie weit die technische Erholung noch tragen kann. Die Indikatoren deuteten am Montagmorgen nicht auf besondere Stärke hin.
Außerdem schaue ich auf den Nasdaq, den schwachen Goldpreis und den politisch getriebenen Ölmarkt. Wegen des FED-Zinsentscheids und der anstehenden Midterm Elections waren alle Szenarien ausdrücklich mit Vorsicht zu betrachten.
- Beim DAX sah ich die Erholung zwischen 25.350 und 25.400 Punkten als begrenzt an.
- Beim Nasdaq hielt ich nach dem starken Rückgang eine technische Gegenbewegung für möglich.
- Gold kämpfte um 4.000 US-Dollar, ohne dabei überzeugende Stärke zu zeigen.
- Beim Öl standen politische Meldungen klar über der Charttechnik.
DAX Prognose: Die Erholung wirkt begrenzt
Der DAX hatte am Montagmorgen noch nicht einmal die 38er-Fibonacci-Marke zurückerobert. Gleichzeitig näherte sich die Stochastik bereits wieder dem oberen Bereich, während der MACD noch negativ war. Für mich sah das nicht nach echter Stärke aus.
Damit meine ich eine vorübergehende Gegenbewegung nach einem deutlichen Rückgang. Sie ist nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass der Markt wieder nachhaltig stark ist.
Nach oben betrachtete ich die Zone zwischen 25.350 und 25.400 Punkten als möglichen Deckel. Erst dort wäre für mich interessant geworden, ob sich erneut ein Short-Szenario entwickelt. Entscheidend bleibt aber immer, wie der Markt an dieser Zone tatsächlich reagiert.
Diese Einschätzung bezog sich ausdrücklich auf den Montag und möglicherweise noch den Dienstag. Für den weiteren Wochenverlauf erwartete ich wegen der politischen und geldpolitischen Termine deutlich mehr Unsicherheit.
Der FED-Zinsentscheid am Mittwoch und die anstehenden Midterm Elections konnten die Märkte jederzeit stark bewegen. Deshalb waren auch irrationale und schnelle Kursausschläge möglich.
Beim Nasdaq ist eine Gegenbewegung möglich
Der Nasdaq hatte in der Vorwoche knapp 1.000 Punkte verloren. Das zum Wochenstart entstandene Gap, also die Kurslücke gegenüber dem vorherigen Handel, wurde schnell wieder abverkauft. Der Index lag dadurch erneut nahe am Tagestief und am Tief der Vorwoche.
Trotz der fehlenden Stärke hielt ich eine technische Erholung um 300 bis 400 Punkte für möglich. Als groben Zielbereich nannte ich 28.200 bis 28.300 Punkte. Unterstützen könnten eine solche Bewegung Anleger, die nach dem Rückgang wieder günstigere Einstiege bei Tech-Aktien suchen.
Die Stochastik wirkte beim Nasdaq etwas freundlicher als beim DAX. Allerdings befand sich der US-Markt zum Zeitpunkt der Aufnahme noch in der Vorbörse. Nachrichten von der Zinsfront oder aus dem Technologiesektor konnten das Szenario daher schnell verändern.
Gold kämpft weiter mit der Schwäche
Gold war in der Vorwoche um knapp 200 US-Dollar gefallen und pendelte in der Analyse um 4.000 US-Dollar. Der Kurs lag deutlich unter dem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt, während auch das Momentum weiterhin schwach aussah.
Dem Kampf um die runde Marke wollte ich noch nicht zu viel Bedeutung geben. Für mich bot sich deshalb zunächst kein klares Szenario an. Sollte die Schwäche anhalten, nannte ich 3.900 US-Dollar als mögliches tieferes Ziel.
Auch hier spielte der anstehende FED-Zinsentscheid eine wichtige Rolle. Steigende Zinsen bezeichnete ich im Video als Gift für Gold. Deshalb wollte ich abwarten, wie sich der Kurs bis Mittwoch und danach entwickelt.
Beim Öl geben politische Meldungen den Takt vor
Meine beiden am Freitag eröffneten Öl-Shorts hatte ich am Montagmorgen geschlossen. Laut dem im Video genannten Ergebnis brachten die beiden Positionen zusammen mehr als 1.100 US-Dollar Gewinn auf einem kleinen Konto.
Für die weitere Entwicklung wollte ich trotzdem keine Prognose abgeben. Der Ölpreis hing aus meiner Sicht weniger von der Wirtschaftslage als von den politischen Meldungen rund um die Straße von Hormus, Donald Trump und den Iran ab.
Beim Öl war die Chartanalyse für mich zu diesem Zeitpunkt zweitrangig. Neue politische Nachrichten konnten den Kurs jederzeit in beide Richtungen bewegen.
Fazit: Diese Woche verlangt besondere Vorsicht
Am 26.10.2026 sah ich beim DAX nur begrenzten Spielraum nach oben, während beim Nasdaq eine technische Erholung möglich blieb. Gold zeigte noch kein überzeugendes Signal, und beim Öl dominierten politische Faktoren.
Der wichtigste Punkt für die gesamte Woche war deshalb die hohe Nachrichtenabhängigkeit. FED-Entscheidung, US-Wahlen und geopolitische Meldungen konnten jedes Chartbild innerhalb kurzer Zeit verändern.

